Verwundung und Leid
gelbe_schleife Zur Anerkennung für unsere im Dienst der Bundeswehr verletzten und verwundeten Soldatinnen und Soldaten. ehrenkreuz_der_bundeswehr_s


Das „Gelbe Netzwerk“ erweist den im Dienst für unser Land verletzten und verwundeten Soldatinnen und Soldaten Anerkennung und Respekt! Denn sie haben sich im Auftrag unseres Landes den Gefahren des militärischen Dienstes ausgesetzt und haben dafür gelitten oder leiden immer noch. Wir fühlen uns für sie verantwortlich.

 

Sie wurden an Körper und Seele verwundet. In Ergänzung zu den bürokratisch notwendigen Regelungen möchten wir unabhängig vom Sinn und Zweck eines Einsatzes dafür danken, dass sich Bürgerinnen und Bürger unseres Landes bereit erklärt haben, für die Interessen unseres Landes unter Gefahr für Leib und Leben pflichtgemäß anzutreten. Weltweit.

 

Wie ist die bürokratisch notwendige Regelung? „Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr werden während ihrer Einsätze auch durch Fremdeinwirkung oder Unfälle wehrdienstbeschädigt oder verletzt. Sie erleiden posttraumatische Belastungsstörungen. Wenn man bei einem Einsatzunfall eine nicht nur geringfügige gesundheitliche Schädigung erlitten hat, bekommt man eine besondere Hilfe bei der Wiedereingliederung ins zivile Berufsleben. Bei einem Einsatzunfall mit einer nicht nur geringfügigen gesundheitlichen Schädigung kann man sogar als Berufssoldat weiter verwendet werden. Das neue Einsatzversorgungsgesetz von 2002/2008 und das Einsatzweiterverwendungsgesetz von 2007 sind die zwei wichtigen Leuchttürme der Sicherstellung angemessener sozialer Rahmenbedingungen beim Eintritt von Tod oder Verwundung.“

Für Fragen von Tod und Verwundung und damit für die „schreienden Seelen der Soldatinnen und Soldaten“ sind bei der Bundeswehr offiziell die Psychologie und die Militärseelsorge zuständig.“

 

Reicht das menschlich gesehen aus? Nein. Haben wir uns wirklich einmal in unseren Familien, Städten und Gemeinden damit auseinandergesetzt, für welche Ziele und Interessen unseres Landes diese hohen und höchsten Risiken von unseren Bundeswehrangehörigen und deren Familien gefordert werden dürfen und auch müssen?

 

Das „Gelbe Netzwerk“ bittet unsere Gesellschaft darum, diese Diskussion zu führen und den bereits im Dienst für unser Land verletzten und verwundeten Soldatinnen und Soldaten ihren Respekt und ihre Betroffenheit auszudrücken. Denn sie leiden für uns, für unsere Sicherheit, für unseren Wohlstand und für unsere Freiheit. Freiheit muss zu jeder Zeit neu verdient werden und ist kein sanftes Ruhekissen. Unsere Soldatinnen und Soldaten erleben und erleiden das tagtäglich. Dafür haben sie Respekt und Anerkennung verdient!

 

Wilhelm II. stiftete am 03. März 1918 ein Verwundetenabzeichen für Angehörige des Deutschen Heeres als Auszeichnung dafür, dass sie „für das Vaterland geblutet haben oder im Kriegsgebiet durch feindliche Einwirkung ihre Gesundheit verloren haben.“ Er wurde erst nach vier Jahren eines verlustreichen Krieges dazu gezwungen, den von seinen politischen Entscheidungen betroffenen Menschen diese respektvolle Auszeichnung zu gewähren.

Und wir? Wann werden wir unsere im Dienst verletzten und verwundeten Soldatinnen und Soldaten formal auszeichnen und uns damit politisch auseinandersetzen? Wann werden wir ihnen auch formal unseren Respekt zollen? Das „Gelbe Netzwerk tut es schon heute und bittet Sie ganz persönlich, durch das Tragen der „Gelben Schleife“ die Solidarität mit unseren Streitkräften und deren Angehörigen aufzuzeigen. Denken Sie dabei bitte immer überparteilich an das sehr persönliche Leid von Verwundung und Tod. Danke dafür!

ENDE